Ein Naturjuwel im Seewigtal
Genusswandern in Schladming-Dachstein
Ankommen und langsamer werden
Der Steirische Bodensee ist einer dieser Orte in der Region Schladming-Dachstein,
an die man nicht kommt, um etwas abzuhaken.
Man kommt hierher, um langsamer zu werden.
Am Ende des Seewigtals, eingebettet zwischen Wald, Wasser und den Nordwänden des Dachsteins, liegt der See ruhig da. Schon beim Ankommen wird klar: Hier geht es nicht um Leistung, sondern um das Unterwegssein.
Ein Weg ohne Eile
Die Wege rund um den Steirischen Bodensee sind breit, gut begehbar und angenehm zu gehen.
Die Höhenmeter sind gering, die Strecke überschaubar – ideal für eine Genusswanderung, bei der Zeit keine Rolle spielt.
Ich schätze diesen Ort besonders, weil man nichts planen muss.
Man kann den See umrunden, ein Stück ins Tal hineinspazieren oder einfach am Ufer bleiben.
Alles darf, nichts muss.
Landschaft, die wirkt
Was den Steirischen Bodensee ausmacht, ist seine Stimmung.
Das oft spiegelglatte Wasser.
Die schattigen Waldabschnitte.
Die offenen Blicke Richtung Dachsteinmassiv.
Es ist kein spektakulärer Ort – und genau deshalb so angenehm.
Besonders ruhig ist es früh am Morgen oder am späteren Nachmittag, wenn der See fast still daliegt und man ihn ganz für sich hat.
Einkehr gehört dazu
Zu einer gelungenen Genusswanderung gehört für mich immer auch eine Einkehr.
Rund um den Steirischen Bodensee gibt es Gasthöfe, die gut zum Charakter des Ortes passen:
bodenständig, ruhig gelegen und ohne große Inszenierung.
Genau richtig, um nach der Wanderung sitzen zu bleiben, etwas Warmes zu essen und den Tag langsam ausklingen zu lassen.
Übernachten ohne Zeitdruck
Wer den Steirischen Bodensee wirklich genießen möchte, bleibt am besten eine Nacht in der Umgebung.
So entsteht kein Druck, weiterzumüssen.
In der Region Schladming-Dachstein finden sich viele kleine Unterkünfte,
bei denen Ruhe, persönliche Atmosphäre und Nähe zur Natur im Vordergrund stehen – ideal für einen entspannten Wanderurlaub.
Persönliche Einschätzung
Der Steirische Bodensee ist keine Wanderung, die man wegen der Strecke macht.
Er ist ein Ort, den man besucht, weil er guttut.
Und einer, zu dem man gerne wieder zurückkehrt.
Wer noch ein Stück weitergehen möchte
Zur Hans-Wödl-Hütte, zum Hüttensee und Obersee
Wer nach dem Steirischen Bodensee Lust auf eine ruhige Erweiterung hat,
kann die Wanderung gut Richtung Hans-Wödl-Hütte fortsetzen.
Der Weg führt weiter ins Tal hinein, vorbei am Hüttensee und weiter zum Obersee.
Auch hier bleibt alles im Rahmen: keine extreme Steigung, keine Hektik – dafür stille Plätze, Wasser und viel Raum zum Innehalten.
Diese Erweiterung eignet sich besonders für alle,
die Zeit mitbringen und den Tag bewusst verlängern möchten.
Der Hüttensee und die Hans Wödl Hütte
Weiter zum Hüttensee – vorbei an der Hans Wödl Hütte
Wer vom Bodensee aus noch ein Stück weiterwandern möchte, kann den idyllischen Weg hinauf zum Hüttensee wählen. Der gut markierte Steig beginnt beim Wasserfall, wo das Wasser tosend über die Felsen stürzt, und führt auf abwechslungsreichem Gelände weiter bergauf.
Bereits nach kurzer Zeit erreicht man die Hans Wödl Hütte – herrlich gelegen auf einer kleinen Anhöhe mit traumhaftem Blick zurück ins Tal. Die Hütte ist ein beliebter Rastplatz, ideal für eine kleine Stärkung mit regionalen Schmankerln und einer gemütlichen Pause auf der Sonnenterrasse. Besonders empfehlenswert: ein kühles Getränk mit Blick auf die umliegenden Gipfel!
Nach der Hütte führt der Weg weiter durch eine beeindruckende Berglandschaft, begleitet vom Rauschen des Gebirgsbaches und herrlichen Ausblicken. Schließlich öffnet sich das Tal und der Hüttensee liegt vor einem – ruhig eingebettet in die Bergwelt, umgeben von Almwiesen und steilen Felsflanken.
Der Hüttensee ist ein echter Kraftplatz: perfekt zum Verweilen, Innehalten und Staunen. Wer möchte, kann hier eine längere Pause einlegen oder den Rückweg über denselben Weg antreten. Insgesamt sollte man für den Aufstieg vom Bodensee bis zum Hüttensee etwa 1,5 Stunden Gehzeit einplanen – je nach Tempo und Pausenlänge.
Hüttensee bis Obersee - Stille und Schönheit pur
Wer vom Hüttensee noch weiterwandert, gelangt über einen schmalen, teils steinigen Steig zum Obersee – dem höchsten und zugleich ruhigsten der drei Seen im Seewigtal. Der Weg führt in etwa 30 bis 40 Minuten weiter bergauf und ist etwas anspruchsvoller, aber für geübte Wanderer gut machbar.
Schon der Anstieg ist ein Erlebnis: Zwischen Almwiesen, kleinen Wasserläufen und Felsblöcken steigt man Schritt für Schritt hinauf in eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Die Umgebung wird rauer, ursprünglicher – und mit jedem Meter scheint der Trubel des Tals weiter zurückzubleiben.
Oben angekommen, liegt der Obersee still und abgeschieden vor einem – eingebettet in eine karge, fast mystische Bergkulisse. Kein Lärm, kaum Menschen, nur das leise Plätschern eines Baches und das Zwitschern von Bergvögeln. Wer hier heraufkommt, spürt sofort: Das ist ein ganz besonderer Ort.
Der Obersee ist nicht groß, aber gerade seine Unberührtheit macht ihn so besonders. Viele Wanderer kehren hier ein, um einfach nur zu sitzen, zu schauen und tief durchzuatmen. An heißen Sommertagen kann man die Füße ins klare Wasser tauchen – ein erfrischendes Erlebnis auf über 1.300 Metern Höhe.
Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke über den Hüttensee und die Hans Wödl Hütte zurück zum steirischen Bodensee. Für die gesamte Tour – vom Bodensee bis zum Obersee und retour – sollte man je nach Pausen insgesamt 4 bis 5 Stunden Gehzeit einplanen.
🧭 Toureninfos auf einen Blick
| Abschnitt | Gehzeit | Höhenmeter | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|
| Parkplatz – Bodensee | 15 min | ca. 50 hm | leicht |
| Rundweg Bodensee | 40 min | gering | leicht |
| Bodensee – Wödlhütte | 1 h | ca. 250 hm | mittel |
| Wödlhütte – Hüttensee | 15 min | ca. 80 hm | mittel – anspruchsvoll |
| Hüttensee – Obersee | 40 min | ca. 200 hm | mittel-anspruchsvoll |
📷 Fototipp:
Frühmorgens am Bodensee: glatte Wasserfläche und Morgennebel
Wasserfall im Gegenlicht
Spiegelung der Berge im Hüttensee
Panoramaaufnahmen am Obersee bei Sonnenuntergang
