Stoderzinken Gipfelkreuz

Stoderzinken und Friedenskircherl

Der Stoderzinken (2048 m) und sein Friedenskircherl

Viele Wege führen auf den Stoderzinken und dem Friedenskircherl. Von Assach über die Assacher Scharte, von Gröbming-Winkl durch die Öfen oder die kürzeste Variante vom Parkplatz am Stoder.
Wir wählen heute die Kürzeste. Mit dem Auto geht es von Gröbming weiter hinein in den Winkl. Entlang der Straße weiter bis zur Abzweigung „Stoderzinken“. Nun beginnt eine abenteuerliche Fahrt auf einer schmalen, engen Straße die anfangs noch durch Wälder führt, bald schon aber steile Felswände durchkreuzt. Mächtige Felsen säumen die Straße auf der einen Seite, und auf der anderen immer wieder eine sensationelle Aussicht auf das Ennstal und die Niederen Tauern.  Nach 20 Minuten und 8 Kilometer erreichen wir das Ziel.
Wir sind hier schon ober der Baumgrenze und das Landschaftsbild ist das einer Alm.

Von hier aus geht es zu Fuß weiter. Zu Beginn folgen wir dem Weg zum Friedenskircherl. Das sollte man sich unbedingt anschauen, liegt es doch wie ein Adlerhorst an eine Felswand geschmiegt. Aber keine Angst, der Weg ist einfach und gut gesichert. Das Kircherl erreicht man in gut 30 Minuten. Ist man dort angekommen, – einfach in Ruhe die Aussicht genießen, bevor man sich entscheidet. 

Das Kircherl am Stoderzinken

Direkt beim Kircherl erfolgt der Aufstieg über den Florasteig. Dieser ist steil und teilweise eine Kletterei mit Seilen gesichert. Also nichts für Wanderer die nicht Schwindelfrei sind. Wer ihn aber hochsteigt erreicht nach 20 Minuten bereits das Gipfelplateau dem man noch 20 Minuten bis zum Kreuz folgt. Die Aussicht ist hier besonders und man bekommt einen Blick über ein großflächiges Waldgebiet in dem sich auch die Notgasse versteckt. Die Notgasse ist ein Teilstück eines Schmugglerpfades der ausgehend vom Salzkammergut über die Ennstaler Alpen, dem Sölkpaß bis nach Italien führt. Das begehrte Salz wurde nach Italien geschmuggelt, und im Gegenzug wurden Waren aus Italien nach Österreich gebracht. Auch am Sölkpaß sieht man noch Reste des Pfades, der heute als Wanderweg dient.

Alle anderen gehen einfach zurück bis zur Statue von Peter Rossegger, der wir bereits begegnet sind. Dort führt dann die leichtere Wanderung hinauf durch die Latschen bis zum Plateau.

Die Wanderung ist unschwierig und für die ganze Familie geeignet. Für den Aufstieg sollte man gut 1,5 Stunden einplanen. Die Aussicht ist eine wahre Belohnung. Von den Niederen Tauern bis über das Tote Gebirge und dem Dachsteingletscher mit seinem gewaltigen Massiv ist alles dabei. Der Abstieg erfolgt über den gleichen Weg. Man kann aber auch die Variante über die Brunnerhütte wählen. Von oben kann man die Hütte gut sehen und man braucht nur dem gut ausgeschildertem Weg folgen. Leider ist die Hütte nicht mehr bewirtschaftet. Aber rund um die Parkplätze sind mehrere Gasthäuser und Hütten wo man sich stärken kann oder auch mal den Sonnenuntergang genießen kann.

Gipfelkreuz Stoderzinken

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